
Beschreibung
An der Saale hellem Strande untersucht die Erinnerung an Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret, zwei kubanische Vertragsarbeiter in der DDR, die 1979 in Merseburg starben. In einer visuellen Tour durch die Stadt fügt der Film Audiofragmente, Stasi-Akten, Briefe und Facebook-Chats zu einer Reflexion über Formen der Erinnerung und Kontinuitäten des Rassismus zusammen.
Direktor
Dirk Hornschuh / Karl-Friedrich König

Dirk Hornschuch (geboren in Thüringen, Ostdeutschland) arbeitet an der Schnittstelle zwischen Fotografie und bewegtem Bild. Er experimentiert mit Trick, Montage, Bewegung und Ton. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit Themen wie den Auswirkungen der 1990er Jahre auf den ehemaligen Ostblock, dem Verhältnis von Mensch und Natur sowie der Infrastruktur im ländlichen Raum. Darüber hinaus gibt er Workshops in Stop-Motion-Animation. Nach Stationen in Rumänien und Ungarn studierte er an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale und ist derzeit Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Karl-Friedrich arbeitet als freiberuflicher Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent in Leipzig. Er absolvierte die vom Mitteldeutschen Medienfonds geförderten Filmprogramme TP2-Talentpool und Professional Media Masterclass. Von 2006 bis 2013 war er Kurator des Leipziger Experimentalfilmfestivals „Die Nacht des radikalen Films“. Gemeinsam mit seinem Bruder Tilman König betreibt er die Produktionsfirma 2Könige Film und produzierte und inszenierte den Independent-Spielfilm THE BLACK NAZI, der 2016 bundesweit in die Kinos kam. 2018 und 2020 war er Stipendiat der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Seine Filme liefen auf nationalen und internationalen Festivals und wurden vielfach ausgezeichnet. Aktuell arbeitet er an der fiktionalen Miniserie „BLUT“, gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.



