
Beschreibung
Feferle, ein launisches und kindliches Wesen, erwacht eines schicksalshaften Tages mit der beunruhigenden Erkenntnis, dass etwas Schreckliches geschehen ist. Der plötzliche Verlust ihres Vaters erschüttert ihre Welt und führt sie zu einer ergreifenden Erkundung ihrer Familiengeschichte. Feferle wird beauftragt, die überfüllte Wohnung zu durchforsten und vertieft sich in die materiellen Überreste. Jeder Gegenstand enthüllt die Geschichte von Generationen und spiegelt ein Jahrhundert, eine Region und die komplexe Geschichte einer jüdischen Familie wider, die durch Osteuropa wanderte. „Feferle“ entfaltet sich als berührende Geschichte über die Suche einer jungen Frau nach Sinn in ihrer Vergangenheit und findet Trost in den Artefakten, die nicht nur das Leben ihres Vaters, sondern auch das reiche Mosaik einer vergangenen Ära erzählen.
Direktor
Alica Khaet

Alica Khaet wurde 1988 in eine russisch-jüdische Familie in Rostow am Don, Russland, geboren. 2006 wanderte sie nach Israel aus, wo sie nach einem einjährigen Sprachvorbereitungskurs an der Bezal'el Academy for Art and Design aufgenommen wurde. 2009 entschied sie sich, nach Deutschland zu gehen, wo sie zunächst in Göttingen lebte und 2011 nach Halle an der Saale zog. Alica Khaet studierte Kunst und Animation in Jerusalem, Prag und Halle und schloss ihr Studium der Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle 2018 mit Diplom ab. Ihr künstlerisches Schaffen umfasst Grafik, Malerei, Animation und performative/tänzerische Arbeiten.
Sie ist Stipendiatin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, des Kunstvereins Röderhof e.V., des WUK Theaterquartiers etc. Khaets Werke sind in den Sammlungen des Hauses für Deutsche Geschichte in Bonn, des Henneberg-Museums im Kloster Veßra und des Kunstvereins Röderhof vertreten. Darüber hinaus stellt Alica Khaet ihre Arbeiten regelmäßig in Deutschland und Europa aus.



